Waedi Gysi: DAHEIM
'ABAFAHRA' Die neue CD von Tonight & Only jetzt erhältlich!
"ABAFAHRA" bei iTunes abalada
PIZZA BETHLEHEM läuft immer noch in einigen Kinos!
Die erfrischende Offenheit der sympathischen und meist erfreulich selbstbewussten Frauen überträgt sich auf diesen schwungvollen Film, der einen von der ersten bis zur letzten Minute mitträgt. Regie: Bruno Moll; Musik: Wädi Gysi
...muesch eifach a chli abafahra, a chli abafahra,
nüt tua, eifach a chli abafahra und gschmaidig blieba dazue...
THE ANNIVERSARY ORCHESTRA 14th February 2009!
"Tonight & Only" ist erfrischend wie eine Cabrio-Fahrt zum Äquator und am Strassenrand schnurren die Mandolinen, mal winkt ein Ragga-Mann zu, mal gondelt man in karibischen, mal durch frankofone Distrikte und aus dem Radio tönen Schlager, die man mitsingen kann, obwohl man sie noch nie zuvor gehört hat. Hier tanzt die brüchige Leichtigkeit der Melodien mit der spröden Unbeschwertheit der Rhythmen. Dabei verliert "Tonight & Only" nie die nötige Grandezza. Denn was bei ihren Songs einfach tönt, ist nie banal. Was gängig klingt, ist nie anbiedernd. Der schwierige Spagat zwischen musikalischem Anspruch und purem Spass an der Sache gelingt "Tonight & Only" völlig mühe- und schwerelos.
5 FRAGEN AN WAEDI GYSI (Bund vom 12. Februar 2009)
Sie haben in Ihrer Biografie so einige Haken geschlagen. Nach Ihrer Karriere als Eishockey-Verteidiger beim EHC Arosa wechselten Sie ohne Ablösesumme in die Berner Freejazz-Szene. Wogegen rebellierte der Wädi damals?
Es war keine eigentliche Rebellion. Ich wollte ganz einfach die Musik neu erfinden. Eine österreichische Zeitung schrieb damals über mich: «Wädi Gysi spielt das ultimative Lied der Energie». Das waren natürlich Schlagzeilen, die man gerne las. Heute interessieren mich andere Aspekte der Musik. Heute möchte ich mit meiner Musik emotional berühren – heute wandle ich also eher auf den Pfaden der Schlagersänger, die die Menschen glücklich zu machen trachten (lacht).
Sie waren als Impro-Musiker äusserst gefragt, traten mit John Zorn und anderen Szenehelden auf. Wo ist es einfacher, zu bestehen? In der Impro- oder der Popwelt?
In der Impro-Welt war es definitiv einfacher. Man tingelte durch gut subventionierte Clubs, spielte in Museen und an exquisiten Festivals vor einem Publikum, das jeden Furz als Ereignis, als Moment zu begreifen bereit war. Heute, im Pop-Umfeld, wimmelt es von guten Musikern. Jeder Coiffeur macht heute eine CD und oft klingt die dann gar nicht mal so schlecht. Ich habe früher sicher mit Konzerten besser verdient als heute, habe aber miat der Film-, Theatermusik und dem Duo Infiammabile weitere Standbeine. Und der Anspruch ist inzwischen ein ganz anderer. Ich bin gewissermassen naiver geworden. Ich kann heute einen blöden Text singen (singt) I love you, baby, baby, baby ohne dass ich das Gefühl habe, ich würde irgendwelche Werte verraten. Vor 20 Jahren hätte ich das nie getan. Dafür spiele ich heute vor Leuten mit strahlenden Gesichtern, die auch mal einen blöden Text mitsingen helfen.
In der Dampfzentrale haben Sie eine Carte Blanche erhalten und lassen Ihre alte Weggefährtin Amy Denio aus Seattle einfliegen. Mit Ihr und dem RecRec-Gründer Chris Cutler haben Sie die wundertolle Gruppe The Pale Nudes gegründet zu der später auch der Bassist Mich Gerber gestossen ist und mit der Sie ausgiebig um die weite Welt getourt sind. Könnten da Sehnsüchte nach den alten Zeiten aufkommen?
Wir werden ein paar Songs von den Pale Nudes spielen an diesem Abend, da könnte schon ein bisschen Nostalgie aufkommen. Aber rückfällig werden wir bestimmt nicht. Ich habe mit Amy kürzlich DVDs von früher angeschaut, zum Beispiel als wir vor 16 Jahren an einem Openair in Rom aufgetreten sind, ich in Hotpants, sie in einem langen Rock ein absolutes No-go. Ich habe damals den Austritt aus der Band gegeben, weil es organisatorisch zu kompliziert wurde, eine transatlantische Band zu betreiben. Zudem fühle ich mich mit meinem heutigen Projekt Tonight & Only äusserst wohl. Diese Band ist so konzipiert, dass es uns immer wieder möglich ist, alles über den Haufen zu werfen und Neues auszuprobieren.
Sie haben den einstigen Span-Schlagzeuger Matthias Kohli in die Band transferiert und den eher düsteren Berner Jazz-Trompeter Martin Dahanukar dazugecastet. Da treffen Welten aufeinander…So soll es auch sein. Ich mochte es schon immer, Unterschiedliches zu verschmelzen. Martin Dahanukar schätze ich schon seit Langem, und Matthias Kohli betrachte ich als eines der grössten Nachwuchstalente der Berner Musikszene… (lacht)
Von einem, der seinen 50. feiert, erwartet man in einem solchen Interview ein altersweises Schlusswort.
49 war mühsam. 50 ist cool. Die Ernsthaftigkeit verdünnt sich. Sich nicht mehr so wichtig zu nehmen, das kann ich jedem empfehlen. (ane)
WAEDI GYSI GEWINNT DEN BERNER
!!!!FILMMUSIKPREIS 2007!!!!
'ZU FUSS NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA'
Ein Film von Bruno Moll mit Roman Weishaupt, Musik: Wädi Gysi.
Roman Weishaupt aus dem bündnerischen Degen hat ein Ziel vor Augen: In drei Monaten will er auf dem berühmten Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela pilgern. 2300 strapaziöse Kilometer liegen vor ihm. Die Lust an der Herausforderung und die Hoffnung, sich selbst besser kennen zu lernen, sind sein Antrieb.
Der Berner Filmmusikpreis 2007 geht an Wädi Gysi für seine Musik zum Dokumentarfilm 'Zu Fuss nach Santiago de Compostela' von Bruno Moll
"Soundtrack 'Zu Fuss nach Santiago de Compostela'" at iTunes
"Picking up the Pieces - Tonight & Only 2007" at iTunes
"Zoobaloo - Tonight & Only 2005" at iTunes
"Beach of Blue - Tonight & Only 2002" at iTunes
"Wise To The Heat - Pale Nudes 1994" New at iTunes
